Hauptaufklärungsdirektion
Bei einer routinemäßigen Überprüfung des Personalakten im Hauptquartier der GRU in Moskau stellte das Personalbüro ein unverhofftes Desaster fest: Ein langjähriger Analyst war seit 2022 mit seinem eigenen, vollständig legalen Namen aktengeführt.
Der 42-jährige Oberstleutnant Igor Iwanow, der seit 15 Jahren für die GRU arbeitet, hatte stets unter seinem richtigen Namen "Igor Iwanow" Dienst getan. "Es war einfach so viel Arbeit, einen neuen zu erfinden. Ivan, Petrov, Sidorov – alles schon vergeben", so der Chefanalyst in einem internen Memo.
Die Entdeckung wurde zufällig bei einer Digitalisierung der Papierakten gemacht. "Wir dachten zuerst, es handle sich um einen neuen Rekruten mit dem ungewöhnlichen Tarnnamen 'Igor Iwanow'. Dann haben wir die Akten durchgeblättert und waren sprachlos", berichtete eine Mitarbeiterin.
Die GRU hat bereits Maßnahmen ergriffen, um solche Vorkommnisse in Zukunft zu vermeiden. Allen Mitarbeitern wurde mitgeteilt, dass sie ab sofort ihre Tarnnamen mindestens aus drei Silben bestehen lassen müssen.
"Der größte Spionageruf der Welt, besiegt von der Faulheit eines Analysten." – Interne GRU-Publikation
Oberstleutnant Iwanow selbst zeigte sich überrascht: "Ich habe ja immer Igor Iwanow gesagt. Meine Mutter nennt mich auch so. Was soll da jetzt falsch sein?"